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Die Familie Clayeux unternahm zu Beginn des letzten Jahrhunderts einige spektakuläre Veränderungen am Schloss Les Fougis, wie z.B. der Bau zahlreicher großer Dachgauben. Außerdem wurden die Fassaden zum Innenhof teilweise aufgerissen und mit Galerien und Kolonnaden im italienischen Stil verziert.
Im Innern des Gebäudes baute der Großvater des letzen Besitzers der Familie Clayeux, übrigens das jüngste von dreizehn Kindern, auch Holzvertäfelungen und andere Dekorationen in Anlehnung an majestätische Modelle wie Chambord oder den Dogenpalast ein.
Seine Taten als Baumeister beschränkten sich aber nicht nur auf das Schloss. Man hat ihm auch die Kirche des Dorfes Thionne zu verdanken, deren Fenster noch heute von seiner Frömmigkeit zeugen. Ansonsten tat er sich unter anderem auch mit der Züchtung einer neuer Rasse von Jagdhunden hervor.
Die dramatischen politischen und sozialen Veränderungen, die der zweite Weltkrieg mit sich brachte, erlaubten es der Familie Clayeux nicht mehr, denselben Lebensstil zu führen.
Die gewaltigen Wälder, die zum Schloss gehörten, wurden nach und nach verkauft. Das große Besitz mußte infolge der Erbschaften versteuert und damit auch immer weiter zerteilt werden.
Im Jahr 2000 erwirbt der Künstler Erich Engelbrecht der wunderbare Schloss, das bereits seit mehreren Jahren zum Verkauf steht, um im Mittelpunkt des verbliebenen Grundstücks von 130 Hektar eine einzigartige Ausstellung von monumentalen Skulpturen zu errichten. Sie erlaubt einen großen Rückblick auf die lebenslange künstlerische Arbeit des 72Jährigen.
Die Vermählung zwischen zwei so gegensätzlichen originalen Werken, die jedoch beide zu den schönen Künsten zählen - moderne Skulptur und die Architektur der Renaissance - ist eine Herausforderung mehr auf dem Werdegang ihres Erfinders.
Aus dieser Vereinigung entstand ein Ort, welcher sicherlich einzigartig in der Welt ist, und welcher mit großer Macht ... auch die Magie der menschlichen Individualität feiert.
C.J.
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